Heute ist Equal Pay Day. Arbeitgeber mit Rückrat sollten ihren schlechter bezahlten Frauen heute einen Tag frei geben. Schön wäre es. Es finden heute vielerorts Demonstrationen statt, an denen sich möglichst viele beteiligen sollten. Der Equal Pay Day wird solange jedes Jahr stattfinden, bis das Durchschnittsgehalt von Männern und Frauen gleich ist.
Ich persönlich nutze den Tag um mir einwenig die Last von der Seele zu schreiben und einmal zusammen zu fassen, was allein in den letzten Wochen des noch jungen Jahres 2013 alles passiert ist.
Da fließen unsere Steuergelder nach Griechenland obwohl wir sie dringend für die freie Bildung sowie für die Alters- und Pflegeversorgung selbst benötigen könnten. Auch sind uns unsere Nachbarländer in der medizinischen Versorgung, Schwangerschafts- und Kinderbetreuung immer noch um einiges voraus.
Die Rentenerhöhung ist ein Witz. Wieso bekommen die Rentner im Westen nur 0,25% und die im Osten 3,29%. Da vieles im Osten günstiger ist als im Westen, sind 1000 Euro Rente im Osten mehr wert als im Westen. Und 1000 Euro ist schon viel für eine Rentnerin. Das heisst, wenn sie im Westen wohnt und dort bleibt bekommt sie 1002,5 Euro. Siedelt sie nach Ostdeutschland um, bekommt sie 1032,9 Euro und eine günstigere Wohnung und günstigere Lebensunterhaltskosten oben drauf. Möchte unser Staat wirklich die Rentner alle nach Osten verlagern? Soll der Osten mit Rentnern besiedelt werden? Mecklenburg-Vorpommern, das Rentnerparadies mit Ostseeblick! Yeah!!
Was im Fernsehen von seiner Rede auf dem FDP-Parteitag übertragen wurde, klang sehr faschistisch; die Rede ist von Philipp Rösler. Lese ich in der Presse nochmal in Ruhe nach, was er genau alles gesagt hat, sofern es die Presse veröffentlicht hat, dann stelle ich mal wieder fest , dass die FDP bzw. in diesem Fall Philipp Rösler eine weitaus sozialere Einstellung vertritt als so mancher Sozialdemokrat. Diesen Trent verfolge ich schon seit Jahren.
Auch bei allen anderen Parteien beobachte ich immer mehr faschistische Ansätze. Kaum einer traut sich gegen die Parteilinie zu widersprechen.
Selbst die Piraten machen mitlerweile den Eindruck, als seien auch sie nur ein Haufen machtgeiler, andere Menschen beherrschen wollender Personen.
Demokratie, Meinungsfreiheit und soziale Grundgedanken gehen immer mehr verloren.
Welches Vertrauen kann ich wirklich zu dem Direktkandidaten haben? Denn immerhin habe ich diesen ja nicht gewählt, weil er einer bestimmten Partei angehört, sondern weil ich ihn kenne und er auf mich den Eindruck machte, als würde er meine Interessen am besten vertreten und sich ggf. auch mal gegen die mehrheitliche Meinung der Partei auflehnen. Die Hoffnung auf die Direktkandidaten ist doch, dass sie nicht immer so abstimmen, wie es die Partei verlangt, sondern dass sie ihre eigene Meinung und Ansichten vertreten.
Europa gewinnt immer mehr Einfluß. Immer wieder kommt Europa mit Ideen und Regelungen daher, die gegen unser moralisches Verständnis, unsere soziale Einstellung und / oder gar gegen unser Grundgesetz verstoßen. Ein Hoch! auf unsere Justizministerin, die sich hier schon diversen Kämpfen geliefert und sogar als Sicherheitsrisiko beschimpfen lassen hat, weil sie sich gegen Europa und für unsere Privatsphären eingesetzt hat.
Überwachung, Voratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft - das ist als würde in jedem Schlafzimmer eine Webcam installiert und die aufgenommenen Daten gleich im Internet für die ganze Welt einsehbar veröffentlicht werden. Dieser Schwachfug kommt von der EU und wir zahlen sogar Strafe, weil wir uns weigern, das einzuführen.
Immer wieder sickert aus der EU mehr Leistungsdruck, mehr Kapitalismus auf Kosten der Arbeitsplatzsicherung zu uns durch.
England möchte aus der EU aussteigen - wäre das nicht auch für uns besser?
Welchen Vorteil haben wir von der EU? Welche Sicherheiten gibt uns die EU? Sorgt die EU für unsere Arbeitsplätze oder ist sie dafür eher schädlich? Sorgt die EU für ein besseres Sozialsystem, für mehr Zoll- und Steuereinnahmen oder kostet sie uns nur? Sorgt die EU für Volks- und Kulturpflege oder geht auch das eher durch die EU verloren?
Amerikanische Firmen wie Oracle und Microsoft haben in Deutschland große Vertriebsniederlassungen. Kaum eines ihrer Produkte wird in Deutschland hergestellt. Viele gute, deutsche Programmierer sind arbeitslos oder mussten sich anderweitig orientieren, weil Firmen wie Oracle und Microsoft lieber in Billiglohnländern und natürlich in Amerika selbst programmieren lassen. Warum lassen wir sowas zu?
Sollte unsere Regierung nicht darüber nachdenken, dass Firmen mit weltweitem Vertrieb, die sich in Deutschland nieder lassen bzw. in Deutschland ihre Produkte vertreiben, auch einen gewissen Anteil ihrer Produktherstellung nach Deutschland verlagern müssen?
Zwei Ideen hätte ich dazu:
Bei Microsoft zum Beispiel wäre meine Idee für jeden Betriebssystem-Vertriebler sollten mindestens auch ein Programmierer|in in Deutschland beschäftigt werden, der / die an der Programmierung des Betriebssystems Windows beteiligt werden. Bei Oracle pro zehn verkaufter Oracle-Datenbank-Lizenzen ein Programmierer|in, der / die von Deutschland aus, an dem Datenbanksystem mitentwickelt.
Die Beispeiel aus dem Open Source zeigen uns, dass Programmierung in weltweiten Teams von zu Hause aus in der Softwareentwicklung sehr gut klapp.
Sollte sich unsere Regierung nicht auch mal Gedanken darüber machen, wie das ist, mit Einfuhrzoll für Software, die nicht in Deutschland produziert wird?
Und was ist mit englischen Büchern? Immer seltener wird Fachliteratur in deutsch verfasst oder übersetzt. Viele deutsche Autoren schreiben sogar ihre Bücher lieber in englisch als in deutsch. Der Grund ist einfach. Für ein englisches Fachbuch bekommt der Autor erheblich mehr Geld als für eine deutsches Buch. Der Markt für englische Bücher ist erheblich größer. Sollte nicht auch hier unsere Regierung endlich mal agieren? Zoll auf englische Bücher erheben? Verlage mehr zur Übersetzung auffordern?
Amerikanische Firmen saugen uns immer mehr aus. Sie wollen nur unser Geld, wollen aber nicht für teure Arbeitsplätze bezahlen. Haben wir das nötig?
Wer heute eine Firma gründet, dem wird geraten, die Firma so gut zum Laufen zu bringen, dass sie für soviel Geld wie möglich verkauft werden kann. Das ist hochgradig unsozial, denn hier hängen Arbeitsplätze dran.
Für den Firmeninhaber ist es natürlich nett, viel Geld für seine Firma zu bekommen, aber für seine Mitarbeiter ist es häufig die Hölle. Solide deutsche Moral wäre, dass sich der Firmeninhaber um das Wohl seiner Mitarbeiter und deren Familien sorgt. Dass er die Firma nicht verkauft, sondern die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter sichert.
Meine Firma wurde verkauft und ein Jahr später die Firma dann nochmal - nicht nur das Arbeitsklima leidet unter sowas. Fast alle meine Kollegen (inkl. mir) sind heute woanders beschäftigt und dabei waren wir ein verdammt gut eingespieltes Team, dass super zueinander passte.
Zurück zur Politik - da gab es die Aufschrei-Debatte.
Was hat sich geändert? Nichts. Immer mehr machen sich über diejenigen lustig, die sich für Frauenrechte einsetzen. Männliche Piraten brüsten sich damit, dass ihr aufgestellter Kader nur aus Männern besteht.
Es wird abgewartet, bis sich die Frauen wieder beruhigt haben.
Man gebe dem Volke Brot und Spiele und es ist ruhig.
Das klappte schon bei Caesar - das hat prima während der Fußball-WM in Deutschland geklappt und ....
es klappt noch immer!
Durch die Streckung mit Wasser, den Verkauf von Separatorenfleisch, die schlechte Bezahlung der Bauern und ein paar anderer Faktoren ist es möglich, dass fast alle regelmäßig Fleisch bekommen ...
Für Spiele sorgen das Internet und das Fernsehen. Deutschland hat erheblich mehr Fernsehsüchtige als Alkoholiker.
Daneben wird der Leistungsdruck erhöht und zwar so hoch, dass keiner mehr Zeit hat, überhaupt einen Aufstand zu machen oder sich gar nur an einem Aufstand zu beteiligen. Kaum einer hat Zeit, zu einer Demo zu gehen, kaum einer hat Zeit überhaupt darüber nachzudenken, was da oben in der Politik alles abgeht ....
70 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg - drei Generationen nach dem zweiten Weltkrieg - müssen wir uns ernsthaft
Sorgen um unsere Demokratie und den Foederalismus machen.
Wenige Firmen versuchen die Macht an sich zu reißen und alles zu kontrollieren. Es gibt nur eine handvoll Lebensmittelfirmen, es gibt so gut wie keine kleinen Lebensmittelhersteller mehr, es gibt kaum kleine Kolonialwarenläden (Tante-Emma-Laden), sondern nur noch Supermärkte, die aber auch nur zu zwei oder drei großen Ketten gehören. Die Bauern bekommen pro Tier nur ein Bruchteil von dem, was die Aufzucht sie kostet. Auf diese Weise werden demnächst alle Lebensmittel aus Osteuropa importiert werden und wir sind von Osteuropa abhängig.
Es läuft soviel schief, dass es zum weinen ist.
Immer mehr wird versucht zu zentralisieren. Immer weniger Föderalismus.
Frauenquote ist unserer Regierung recht egal - ABER - Wulff wurde duch fieses Intrigenspiel vernichtet, damit ein Ossi seinen Platz einnehmen konnte. Dabei ist die Ossiquote mehr als erfüllt. Mehr als ein Viertel, fast ein Drittel der Bevölkerung wohnt in NRW. Ostdeutschland plus Berlin stellt nichtmal ein Fünftel der Bevölkerung. In unserer Bundesregierung sind aber erheblich mehr als ein fünftel der Poitiker aus dem Osten. Daneben ist Berlin verdammt weit weg von NRW und immer wieder wird versucht, auch noch die letzten Reste der Regierung aus Bonn abzuziehen.
Es klappt doch eigentlich nicht nur nicht mit Europa - es klappt auch nicht mit der Bundesregierung.
Haben uns Jugoslawien, Tschechoslowakei und die UDSSR nicht längst gezeigt, dass so eine Vielvölkergemeinschaft nicht lange hält? Schauen wir in die Geschichte, haben Vielvölkergemeinschaften selten lange friedlich gehalten. 70 Jahre ist schon verdammt lange. Und immer noch entsteht der Eindruck, die Bayern wollen eigentlich nicht dazugehören.
Aber nicht nur die Bayern lassen sich ungern mit den Ostfriesen in einen Topf werfen, die Westfalen und Rheinländer möchten auch keine Bayern sein. Es sollte wieder erheblich mehr Entscheidungsgewalt auf die einzelnen Bundesländer und weniger auf den Bund verteilt werden. Föderalismus statt Zentralismus.
Zu guter letzt noch eine paar Worte zur GEZ.
Das Beispiel Domian und Facebook zeigt, dass man Medien nicht allein nur in private Hände geben sollte. Facebook ist Hausherr von Facebook und darf natürlich löschen, was sie wollen. Selbes gilt für Google. Facebook und Google dürfen für das Propaganda machen und das Unterbinden, was für sie selbst von Vorteil ist. Facebook löscht Domian - Google versucht uns einzureden, dass das Leistungsschutzrecht schlecht für uns ist. Google wünscht keine erotischen Inhalte. Ebay hat sogar nach der Übernahme den erotischen Kleinanzeigenteil bei Kijiji entfernen lassen. Das dürfen diese Firmen, denn es sind private Firmen und keine öffentlich-rechtlichen Organisationen. Eine GEZ-basierte öffentlich-rechtliche Plattform à la G+, Facebook und / oder Twitter wäre wünschenswert.
Die privaten Radio- und Fernsehsender wie RTL, SAT und so weiter sind privat und haben keine Nachrichtenpflicht. Sie müssen ihre Nachrichten nicht im Internet bereit stellen. Die öffentlich-rechtlichen unterliegen der Nachrichtenpflicht und müssen Nachrichten mitlerweile nicht nur per Radio und Fernsehen sondern auch im Internet bereitsstellen. Die Privaten müssen auch nicht sicherstellen, dass sie überall erreichbar sind - die öffentlich-rechtlichen schon. Das es Medien gibt, die von der Gemeinschaft finanziert werden, ist gut. Ich zahl lieber GEZ und bekomme dafür neben Nachrichten auch noch manch interssante Radiosendung bzw. Fernsehsendung und auch mal einen Tatort - als dass ich nur privates Fernsehen mit ganz viel Werbung habe, wie in den USA. Vielleicht klappt es ja auch mit GEZ-finanzierten moderneren Plattformen.
Die die jetzt über die GEZ Gebühren nölen, sind zum großen Teil die Sozialschmarozza, die sich vorher um die GEZ-Gebühren gedrückt haben.